Luna grast und frisst dabei Larven mit.
Das ist der wichtigste Infektionsweg. Jedes Pferd auf der Koppel nimmt die infektiösen Larven mit dem Gras auf, Tag für Tag.
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Bei gesunden erwachsenen Pferden hilft die Kotprobe zu entscheiden, wann eine Wurmkur nötig ist.
Die Antwort hängt davon ab, wer Sie sind und wie Ihre Pferde stehen. Wählen Sie Ihre Situation.
Einem Pferd sieht man Würmer meist nicht an. Die Kotprobe zeigt, wie viele Wurmeier es gerade ausscheidet. Mit diesem Ergebnis entscheidet Ihre Tierarztpraxis, ob eine WurmkurWurmkur: Ein Mittel gegen Würmer. Pferde bekommen es meist als Paste über das Maul. nötig ist.
Pferde auf einer Koppel stecken sich über dieselbe Weide an. Oft scheiden wenige Pferde die meisten Eier aus. Kotproben zeigen, welche das sind. Bei gesunden erwachsenen Pferden kann die Wurmkur dann gezielt erfolgen. Das nennt sich selektive EntwurmungSelektive Entwurmung: Nur Pferde mit hoher Eizahl bekommen eine Wurmkur, nicht alle Pferde zum selben Termin..
Selektives Entwurmen ist für gesunde erwachsene Pferde gedacht. Fohlen und junge Pferde sind für Würmer empfänglicher, vor allem für Spulwürmer. Sie brauchen regelmäßige Behandlungen, auch bei guter Stall- und Weidehygiene.
Für Strongyliden und Bandwürmer kombinieren wir SedimentationSedimentation: Schwere Eier, etwa von Saugwürmern, schwimmen nicht auf. Sie sinken im Wasser nach unten und werden dort unter dem Mikroskop gesucht. und FlotationFlotation: Der Kot wird in einer schweren Salzlösung verrührt. Wurmeier und viele Einzeller steigen nach oben und werden dort unter dem Mikroskop gesucht., die Eizahl bestimmen wir mit der McMaster-MethodeMcMaster: Das Labor zählt die Eier in einer festgelegten Kotmenge. So zeigt sich nicht nur, ob Würmer da sind, sondern wie viele Eier das Tier ausscheidet.. Dafür brauchen wir 40 g Kot. Die Artbestimmung per LarvenanzuchtLarvenanzucht: Aus Eiern im Kot zieht das Labor Larven heran. An ihnen lässt sich erkennen, um welche Wurmart es sich handelt. braucht 20 g.
Der Lebenszyklus
Luna ist unsere Beispielstute. An ihr zeigen wir den Weg der kleinen StrongylidenKleine Strongyliden: Die häufigsten Würmer bei erwachsenen Pferden. Pferde nehmen die Larven beim Grasen auf. Der Fachbegriff lautet Cyathostominen., der häufigsten Würmer erwachsener Pferde. Scrollen Sie durch die sechs Stationen.

Wirt: Pferd
Das ist der wichtigste Infektionsweg. Jedes Pferd auf der Koppel nimmt die infektiösen Larven mit dem Gras auf, Tag für Tag.
Im Dickdarm bohren sich die Larven in die Schleimhaut und kapseln sich ein. Dort können sie monatelang ruhen (Hypobiose). In der Kotprobe sieht man sie nicht.

Die Larven verlassen die Darmwand und werden geschlechtsreif. Frühestens nach etwa sechs Wochen legen die Weibchen Eier.
Ein stark befallenes Pferd scheidet Millionen Eier pro Tag aus. Sie landen genau dort, wo die Herde frisst.

Sie häuten sich zweimal bis zur dritten Larve, der L3. Bei warmem, feuchtem Wetter dauert das nur wenige Tage, bei Kälte deutlich länger.
Mit Tau und Regen kriechen die Larven die Halme hinauf. In ihrer schützenden Hülle überleben sie oft monatelang. Damit schließt sich der Kreis.

Die Kotprobe
Die Kotprobe zeigt, wie viele Wurmeier ein Pferd gerade ausscheidet. Das hilft bei der Entscheidung für oder gegen eine WurmkurWurmkur: Ein Mittel gegen Würmer. Pferde bekommen es meist als Paste über das Maul. und zeigt später, ob sie gewirkt hat.

Schritt 1
Sammeln Sie frisch abgesetzten Kot über 3 Tage, ohne Erde und Streu. Im Sommer bitte gekühlt verschicken.
Schritt 2
Im Labor werden die Eier aus dem Kot angereichert. Bei Pferden kombinieren wir SedimentationSedimentation: Schwere Eier, etwa von Saugwürmern, schwimmen nicht auf. Sie sinken im Wasser nach unten und werden dort unter dem Mikroskop gesucht. und FlotationFlotation: Der Kot wird in einer schweren Salzlösung verrührt. Wurmeier und viele Einzeller steigen nach oben und werden dort unter dem Mikroskop gesucht..
Schritt 3
Unser Team zählt die Eier mit der McMaster-MethodeMcMaster: Das Labor zählt die Eier in einer festgelegten Kotmenge. So zeigt sich nicht nur, ob Würmer da sind, sondern wie viele Eier das Tier ausscheidet. unter dem Mikroskop. Das Ergebnis ist die Eizahl in EPGEPG: Eier pro Gramm Kot. Die Zahl sagt, wie viele Wurmeier rechnerisch in einem Gramm Kot stecken..
Schritt 4
Ab etwa 200 EPGEPG: Eier pro Gramm Kot. Die Zahl sagt, wie viele Wurmeier rechnerisch in einem Gramm Kot stecken. ist bei erwachsenen Pferden eine Wurmkur zu überlegen. Die Entscheidung trifft Ihre Tierarztpraxis.
Schritt 5
10 bis 14 Tage nach der Wurmkur zeigt eine zweite Probe, ob das Mittel gewirkt hat. Sinkt die Eizahl um weniger als 90 bis 95 %, besteht Verdacht auf ResistenzResistenz: Würmer überleben eine Wurmkur und geben diese Eigenschaft weiter. Dann wirkt das Mittel nicht mehr richtig..
Im Befund steht die Eizahl als EPGEPG: Eier pro Gramm Kot. Die Zahl sagt, wie viele Wurmeier rechnerisch in einem Gramm Kot stecken.. Stellen Sie die Zahl aus Ihrem Befund ein. Die Grenzen gelten für gesunde erwachsene Pferde.
Das ist häufig und heißt nicht, dass Ihr Pferd krank ist. Eine Wurmkur ist in der Regel nicht nötig.
Das liegt über dem üblichen Schwellenwert. Eine Wurmkur ist zu überlegen.
Dieses Pferd bringt mehr Eier auf die Weide als andere. Besprechen Sie den Befund bald mit Ihrer Tierarztpraxis.
Auch 0 EPG heißt nicht, dass ein Pferd wurmfrei ist. Larven in der Darmwand zeigen sich in der Kotprobe nicht. Die Entscheidung über eine Wurmkur trifft Ihre Tierarztpraxis.
Eine Herde
Dieser Teil ist für alle, deren Pferd sich eine Koppel mit anderen teilt. Das Beispiel zeigt 30 erwachsene Pferde. Jedes Feld ist ein Pferd.
Schritt 1 von 4
Von außen wirken alle gesund. Ob ein Pferd Wurmeier ausscheidet und wie viele, sieht man ihm nicht an.
Schritt 2 von 4
Die Kotproben zeigen es: 6 der 30 Pferde scheiden 81 % aller Eier aus. Die Zahl im Feld ist die Eizahl in EPGEPG: Eier pro Gramm Kot. Die Zahl sagt, wie viele Wurmeier rechnerisch in einem Gramm Kot stecken.. Die Eier landen auf der Weide, auf der alle grasen.
Schritt 3 von 4
Ab 200 EPGEPG: Eier pro Gramm Kot. Die Zahl sagt, wie viele Wurmeier rechnerisch in einem Gramm Kot stecken. ist eine Wurmkur zu überlegen, hier bei 8 Pferden. Die Entscheidung trifft Ihre Tierarztpraxis. Die Würmer der übrigen 22 Pferde bilden das RefugiumRefugium: Würmer, die keine Wurmkur abbekommen, etwa in unbehandelten Pferden oder auf der Weide. Gegen sie wirken die Mittel meist noch. Das bremst Resistenzen..
Schritt 4 von 4
8 statt 30 Behandlungen, also 73 % weniger Wirkstoff in diesem Beispiel. Das bremst ResistenzenResistenz: Würmer überleben eine Wurmkur und geben diese Eigenschaft weiter. Dann wirkt das Mittel nicht mehr richtig.. Ob der Plan aufgeht, zeigt die nächste Kotprobe.
Eizahlen von 30 Pferden einer Koppel
Beispieldaten, EPG6 von 30 Pferden scheiden 81 Prozent aller Eier aus. 8 Pferde liegen über dem Schwellenwert von 200 Eiern pro Gramm Kot.
Bei jeder Wurmkur können einzelne Würmer überleben, die gegen das Mittel unempfindlich sind. Je öfter alle Pferde behandelt werden, desto mehr setzen sich diese Würmer durch. Dann wirken die Mittel irgendwann nicht mehr. Gezieltes Behandeln bremst diese ResistenzenResistenz: Würmer überleben eine Wurmkur und geben diese Eigenschaft weiter. Dann wirkt das Mittel nicht mehr richtig..
Doch. ESCCAPESCCAP: Eine unabhängige europäische Fachgruppe, die Empfehlungen zum Schutz von Tieren vor Parasiten herausgibt. empfiehlt auch beim selektiven Vorgehen eine SicherheitsentwurmungSicherheitsentwurmung: Eine Wurmkur im Jahr, unabhängig vom Ergebnis der Kotprobe. Sie soll auch das erfassen, was die Kotprobe nicht zeigt. pro Jahr, üblicherweise zum Jahresende. Den Zeitpunkt legt Ihre Tierarztpraxis fest.
Nein. Ruhende Larven in der Darmwand zeigen sich nicht, und Bandwürmer scheiden ihre Eier unregelmäßig aus. Die Eier von großen und kleinen Strongyliden sehen gleich aus. Sie zu unterscheiden, gelingt mit der LarvenanzuchtLarvenanzucht: Aus Eiern im Kot zieht das Labor Larven heran. An ihnen lässt sich erkennen, um welche Wurmart es sich handelt..
Das hängt von Alter, Haltung und bisherigen Befunden ab. ESCCAPESCCAP: Eine unabhängige europäische Fachgruppe, die Empfehlungen zum Schutz von Tieren vor Parasiten herausgibt. empfiehlt beim selektiven Vorgehen im ersten Jahr vier Proben, später bei stabiler Lage drei. Den Plan für Ihr Pferd legt Ihre Tierarztpraxis fest.
Die Kotprobe und der Befund gelten für jedes Pferd. Das Beispiel mit der Koppel zeigt, warum sich Pferde gegenseitig anstecken. Steht ein Pferd wirklich allein, kommt seine Ansteckung vor allem von der eigenen Weide.
Für die Eizahl bei Pferden brauchen wir 40 g Kot. Bitte legen Sie den Untersuchungsantrag Großtiere bei. Sie können die Probe selbst einsenden oder über Ihre Tierarztpraxis. Fragen beantwortet die Koprologie unter +49 89 2180-3625, Montag bis Donnerstag von 11 bis 12 Uhr.