Diagnostik Katze
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Abkürzung: Aus: Ausstrich ; EB: Eigenblut ; S: Serum ; HP: Heparin ; Syn: Synovialflüssigkeit ; LK-Pu: Lymphknoten punktat ; KM : Knochenmark ; Ua : Untersuchungsantrag ; pos: positiv
Katze Blutuntersuchungen
| Nachweis von | Material | Methode | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Anaplasma spp. phagocytophilum Anaplasma spp. phagocytophilum: Bakterien, die von Zecken übertragen werden und Blutzellen befallen. | Aus + 1 ml EB | Blutausstrich Blutausstrich: Ein Blutstropfen wird dünn auf ein Glasplättchen gestrichen, gefärbt und unter dem Mikroskop angesehen. | |
| A. phagocytophilum A. phagocytophilum: Bakterien, die von Zecken übertragen werden und Blutzellen befallen. | 1 ml S, HP, EB | IFAT IFAT: Ein Bluttest mit Leuchtfarbstoffen. Unter einem speziellen Mikroskop leuchten die Abwehrstoffe des Tieres auf. | |
| A. phagocytophilum A. phagocytophilum: Bakterien, die von Zecken übertragen werden und Blutzellen befallen. | 1 ml EB | PCR PCR: Ein Labortest, der das Erbgut des Erregers nachweist. Er ist sehr genau, ein negatives Ergebnis schließt den Erreger aber nicht sicher aus. | |
| Babesia spp. Babesia spp.: Einzeller, die rote Blutkörperchen befallen. Sie werden von Zecken übertragen. | Aus + 1 ml EB | Blutausstrich Blutausstrich: Ein Blutstropfen wird dünn auf ein Glasplättchen gestrichen, gefärbt und unter dem Mikroskop angesehen. | |
| Borrelia burgdorferi s. l. Borrelia burgdorferi s. l.: Bakterien, die von Zecken übertragen werden und die Borreliose auslösen können. | 1 ml S, HP, EB | IFAT IFAT: Ein Bluttest mit Leuchtfarbstoffen. Unter einem speziellen Mikroskop leuchten die Abwehrstoffe des Tieres auf. | |
| B. burgdorferi s. l B. burgdorferi s. l: Bakterien, die von Zecken übertragen werden und die Borreliose auslösen können. | 1 ml EB, Syn., LK-Pu | PCR PCR: Ein Labortest, der das Erbgut des Erregers nachweist. Er ist sehr genau, ein negatives Ergebnis schließt den Erreger aber nicht sicher aus. | |
| Dirofilaria spp. (Mikrofilarien, L1) Dirofilaria spp. (Mikrofilarien, L1): Herz- und Hautwürmer. Mikrofilarien sind ihre ersten Larven, sie schwimmen im Blut. Übertragen werden sie von Mücken. | Siehe Filarien (Knott-Test) | ||
| D. immitis (Makrofilarien) D. immitis (Makrofilarien): Der Herzwurm. Makrofilarien sind die erwachsenen Würmer. Er wird von Mücken übertragen. | 1 ml S, HP, EB | ELISA ELISA: Ein Labortest, der über eine Farbreaktion Bestandteile des Erregers oder Abwehrstoffe des Tieres nachweist. | |
| Filarien (Mikrofilarien) Filarien (Mikrofilarien): Fadenförmige Würmer, die von Mücken übertragen werden. Mikrofilarien sind ihre ersten Larven, sie schwimmen im Blut. | 1 ml EB | Knott-Test Knott-Test: Das Blut wird so aufbereitet, dass sich Larven anreichern und unter dem Mikroskop sichtbar werden. Am besten abends ab 18 Uhr Blut abnehmen. | |
| Filarien (alle Stadien) Filarien (alle Stadien): Fadenförmige Würmer, die von Mücken übertragen werden. Gesucht wird nach Larven und erwachsenen Würmern. | 1 ml EB, isolierte Würmer | PCR PCR: Ein Labortest, der das Erbgut des Erregers nachweist. Er ist sehr genau, ein negatives Ergebnis schließt den Erreger aber nicht sicher aus. | Speziesdifferenzierung (nur möglich bei pos. Knott-Test) |
| Leishmania spp. Leishmania spp.: Einzeller, die von Sandmücken übertragen werden, vor allem im Mittelmeerraum. | KM-Aus, LK-Aus | Ausstrich Ausstrich: Das Material wird dünn auf ein Glasplättchen gestrichen, gefärbt und unter dem Mikroskop angesehen. | |
| Leishmania spp. Leishmania spp.: Einzeller, die von Sandmücken übertragen werden, vor allem im Mittelmeerraum. | 1 ml S, HP, EB | IFAT IFAT: Ein Bluttest mit Leuchtfarbstoffen. Unter einem speziellen Mikroskop leuchten die Abwehrstoffe des Tieres auf. | |
| Leishmania spp. Leishmania spp.: Einzeller, die von Sandmücken übertragen werden, vor allem im Mittelmeerraum. | 1 ml EB, KM, LK-Pu | PCR PCR: Ein Labortest, der das Erbgut des Erregers nachweist. Er ist sehr genau, ein negatives Ergebnis schließt den Erreger aber nicht sicher aus. | |
| Mykoplasma spp. Mykoplasma spp.: Sehr kleine Bakterien, die rote Blutkörperchen befallen können. | Aus + 1 ml EB | Blutausstrich Blutausstrich: Ein Blutstropfen wird dünn auf ein Glasplättchen gestrichen, gefärbt und unter dem Mikroskop angesehen. | |
| Mykoplasma spp. Mykoplasma spp.: Sehr kleine Bakterien, die rote Blutkörperchen befallen können. | 1 ml EB | PCR PCR: Ein Labortest, der das Erbgut des Erregers nachweist. Er ist sehr genau, ein negatives Ergebnis schließt den Erreger aber nicht sicher aus. | |
| Toxoplasma gondii Toxoplasma gondii: Einzeller, dessen Endwirt die Katze ist. | 1 ml S, HP, EB | IFAT IFAT: Ein Bluttest mit Leuchtfarbstoffen. Unter einem speziellen Mikroskop leuchten die Abwehrstoffe des Tieres auf. |
Katze Urin- und Kotuntersuchungen
| Nachweis von | Material | Methode | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Protozoen Protozoen: Einzeller, zum Beispiel Giardien oder Kokzidien. | 2 g Kot | MIFC MIFC: Eine Speziallösung trennt das Fett aus dem Kot ab. So findet das Labor Einzeller wie Giardien leichter, gerade bei fettreichem Kot. | Cystoisospora, Giardia |
| Protozoen Protozoen: Einzeller, zum Beispiel Giardien oder Kokzidien. | 2 g Kot | IFA IFA: Ein Labortest mit Leuchtfarbstoffen. Unter einem speziellen Mikroskop leuchten Erreger oder Abwehrstoffe auf. | Giardia |
| Protozoen Protozoen: Einzeller, zum Beispiel Giardien oder Kokzidien. | 2 g Kot | Flotation Flotation: Der Kot wird in einer schweren Salzlösung verrührt. Wurmeier und viele Einzeller steigen nach oben und werden dort unter dem Mikroskop gesucht. | Cystoisospora |
| Protozoen Protozoen: Einzeller, zum Beispiel Giardien oder Kokzidien. | 2 g Kot | ELISA ELISA: Ein Labortest, der über eine Farbreaktion Bestandteile des Erregers oder Abwehrstoffe des Tieres nachweist. | Giardia |
| Protozoen Protozoen: Einzeller, zum Beispiel Giardien oder Kokzidien. | 2 g Kot | Nativkotausstrich Nativkotausstrich: Eine kleine Kotmenge kommt direkt unter das Mikroskop. Das braucht wenig Material, zeigt Parasiten aber nur, wenn sehr viele ausgeschieden werden. | Cryptosporidium |
| Nematoden Nematoden: Fadenwürmer, zum Beispiel Spulwürmer, Hakenwürmer oder Lungenwürmer. | 5 g Kot | Flotation Flotation: Der Kot wird in einer schweren Salzlösung verrührt. Wurmeier und viele Einzeller steigen nach oben und werden dort unter dem Mikroskop gesucht. | Magen-Darm-Trakt |
| Nematoden Nematoden: Fadenwürmer, zum Beispiel Spulwürmer, Hakenwürmer oder Lungenwürmer. | 5 g Kot | Auswanderung Auswanderung: Der Kot kommt in Wasser. Lebende Larven wandern heraus und sinken nach unten. Dort sucht das Labor sie unter dem Mikroskop. | Lunge |
| Nematoden Nematoden: Fadenwürmer, zum Beispiel Spulwürmer, Hakenwürmer oder Lungenwürmer. | 10 ml Urin | Sedimentation Sedimentation: Schwere Eier, etwa von Saugwürmern, schwimmen nicht auf. Sie sinken im Wasser nach unten und werden dort unter dem Mikroskop gesucht. | Blase, Niere |
| Trematoden Trematoden: Saugwürmer, zum Beispiel der Große Leberegel. | 5 g Kot | Sedimentation Sedimentation: Schwere Eier, etwa von Saugwürmern, schwimmen nicht auf. Sie sinken im Wasser nach unten und werden dort unter dem Mikroskop gesucht. | |
| Zestoden Zestoden: Bandwürmer. | 5 g Kot | Flotation Flotation: Der Kot wird in einer schweren Salzlösung verrührt. Wurmeier und viele Einzeller steigen nach oben und werden dort unter dem Mikroskop gesucht. | (exkl. D. latum: hierfür Sedimentation) |
Katze Sonstige Untersuchungen
| Nachweis von | Material | Methode | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Isolierte Ektoparasiten Isolierte Ektoparasiten: Parasiten von Haut oder Fell, die Sie abgesammelt haben, zum Beispiel Flöhe, Zecken oder Milben. | Ua | Differenzierung Differenzierung: Das Labor bestimmt unter dem Mikroskop, um welchen Parasiten es sich bei dem eingesandten Material handelt. | |
| Isolierte Helminthenstadien Isolierte Helminthenstadien: Würmer oder Wurmteile, die Sie im Kot oder am Tier gefunden haben. | Ua | Differenzierung Differenzierung: Das Labor bestimmt unter dem Mikroskop, um welchen Parasiten es sich bei dem eingesandten Material handelt. | Proglottiden, Ascariden etc. |
Wichtige Informationen für die Probeneinsendung:
- Bitte vollständig ausgefüllten und aktuellen Untersuchungsantrag beilegen!
- Unterschrift von Einsender und Rechnungsempfänger erforderlich, wenn diese nicht identisch sind.
Geben Sie beim Ausfüllen der Anträge unbedingt folgende Daten an:
- Adresse: Tierarzt (Praxisstempel), Tierhalter
- Patient: Tierart, Geschlecht, Alter, Chip-Nummer/Tätowierung, Probenmaterial, ggf. Herkunft des Patienten bzw. Auslandsaufenthalte, vorherige Untersuchungen (bei Kontrolluntersuchungen)
- Symptome und Verdachtsdiagnose
- Rechnungsempfänger kennzeichnen
- Art der gewünschten Befundübermittlung (Email oder Post)
- Markierung der gewünschten Untersuchungen
Bitte unbedingt beachten: Ohne Unterschrift des Tierhalters zur direkten Liquidation ist keine Bearbeitung möglich. Nachforderungen je nach Probenmenge und -qualität: Serum, Plasma und Blut bis zu zwei Wochen, Kot bis zu 3 Tage.
Um unnötige Kosten zu vermeiden, stornieren Sie nicht benötigte Untersuchungen möglichst umgehend.
