Die Preise gelten für Privatpersonen. Alle Preise stehen in der Preisliste.
Koproskopie und Entomologie
Flotation12,00 €
Der Kot wird in einer schweren Salzlösung verrührt. Wurmeier und viele Einzeller steigen nach oben und werden dort unter dem Mikroskop gesucht.
Fachlich: Konzentrationsverfahren nach Fülleborn für Zestoden- und Nematodeneier und viele Protozoen, etwa die meisten Kokzidienoozysten. Pferdekot wird kombiniert untersucht (siehe unten).
Sedimentation14,40 €
Schwere Eier, etwa von Saugwürmern, schwimmen nicht auf. Sie sinken im Wasser nach unten und werden dort unter dem Mikroskop gesucht.
Fachlich: Für schwere Stadien im Kot: Trematodeneier, Diphyllobothrium latum-Eier, Oozysten von Eimeria leuckarti und E. macusaniensis. Fasciola hepatica bei Rind und Schaf lässt sich serologisch ergänzen. Im Urinsediment von Fleischfressern auch Capillaria plica und Dioctophyma renale.
Kombiniertes Flotations-/Sedimentationsverfahren (Equiden)24,00 €
Beide Verfahren werden verbunden. So findet das Labor mehr Wurmeier, vor allem von Bandwürmern.
Fachlich: Erhöht die Sensitivität für Helmintheneier, besonders für Bandwurmeier.
Quantitativer Nachweis von Parasiteneiern/Oozysten (McMaster-Methode)24,00 €
Das Labor zählt die Eier in einer festgelegten Kotmenge. So zeigt sich nicht nur, ob Würmer da sind, sondern wie viele Eier das Tier ausscheidet.
Fachlich: Zählt Kokzidienoozysten und Nematodeneier in einer definierten Kot- und Mediummenge. Grundlage für das „targeted selective treatment“ bei Nutztieren und Pferden und für den Eizahlreduktionstest.
Auswanderung8,40 €
Der Kot kommt in Wasser. Lebende Larven wandern heraus und sinken nach unten. Dort sucht das Labor sie unter dem Mikroskop.
Fachlich: Das Auswanderungsverfahren nach Baermann-Wetzel wird zum Nachweis von Lungenwurmlarven verwendet.
Nativausstrich8,40 €
Eine kleine Kotmenge kommt direkt unter das Mikroskop. Das braucht wenig Material, zeigt Parasiten aber nur, wenn sehr viele ausgeschieden werden.
Fachlich: Braucht wenig Material, zeigt Stadien aber nur bei starker Ausscheidung, etwa bei Kryptosporidien. Die Sensitivität ist eher gering.
MIFC14,40 €
Eine Speziallösung trennt das Fett aus dem Kot ab. So findet das Labor Einzeller wie Giardien leichter, gerade bei fettreichem Kot.
Fachlich: Trennt Fett ab und erleichtert so den Nachweis, etwa von Giardienzysten und Kokzidienoozysten. Sinnvoll bei fettreichem Kot (Kalb, Ferkel, Fleischfresser).
Larvenanzucht nach Roberts und O´Sullivan40,20 €
Aus Eiern im Kot zieht das Labor Larven heran. An ihnen lässt sich erkennen, um welche Wurmart es sich handelt.
Fachlich: Bei Resistenzverdacht zur Gattungs- oder Artdiagnose aus dem Kot: Beim Pferd lassen sich Strongylidenlarven differenzieren, bei kleinen Wiederkäuern Haemonchus contortus von anderen Magen-Darm-Strongyliden.
Spezifische Anfärbung von Haemonchus contortus-Eiern30,00 €
Eier des Roten Magenwurms werden gezielt gefärbt, damit sie sich von anderen Wurmeiern unterscheiden lassen.
Fachlich: Fluoreszenzfärbung mit erdnusslektin-gekoppelten Antikörpern. Schneller als die Larvenanzucht, trennt aber nur H. contortus von anderen Strongyliden-Eiern.
Koproantigen-ELISA18,00 € (Giardia)
Ein Labortest weist Bestandteile von Giardien oder Kryptosporidien direkt im Kot nach.
Fachlich: Sehr sensitiver, qualitativer Nachweis von Giardia- oder Kryptosporidien-Antigen.
Bestimmung von Helminthen und Ektoparasitenab 23,40 €
Das Labor erkennt eingesandte Würmer, Zecken, Flöhe oder Milben an ihrem Aussehen unter dem Mikroskop.
Fachlich: Diese erfolgt mikroskopisch anhand morphologischer Merkmale.
Molekularbiologie (PCR)
PCRab 40,80 €
Ein Labortest, der das Erbgut des Erregers nachweist. Er ist sehr genau, ein negatives Ergebnis schließt den Erreger aber nicht sicher aus.
Fachlich: Hochspezifischer und sensitiver Nachweis von Erreger-DNA in verschiedenem Material, je nach Erreger als konventionelle oder qRT-PCR.
Für die adäquate Auswahl des Probenmaterials ist zu berücksichtigen,
- ob das Tier sich in der Parasitämie-/Bakteriämie befindet, und
- ob der Erreger bei chronischen/subklinischen Erkrankungen ein anderweitiges Ziel-/Latenzorgan oder –gewebe aufsucht.
Ein negatives PCR-Ergebnis schließt einen Erreger nicht sicher aus, das fließt in die Befundinterpretation ein.
Blut und Serologie
Giemsa-gefärbter Blut-/Buffy Coat-Ausstrich17,40 €
Ein Blutstropfen wird dünn auf ein Glasplättchen gestrichen, gefärbt und unter dem Mikroskop angesehen.
Fachlich: Färbt Blutzellen, intra- und extrazelluläre Blutparasiten sowie Rickettsien differenziert an.
Knott-Test12,00 €
Das Blut wird so aufbereitet, dass sich Larven anreichern und unter dem Mikroskop sichtbar werden. Am besten abends ab 18 Uhr Blut abnehmen.
Fachlich: Anreicherung von Mikrofilarien (L1 von Filarien) aus dem Blut: Formalinlösung hämolysiert die Erythrozyten, danach Zentrifugation und Mikroskopie. Blutabnahme möglichst abends ab 18.00 MEZ.
Antikörpernachweise (ELISA, IFAT, CATT)
Ein Bluttest zeigt, ob das Tier Abwehrstoffe gegen einen Parasiten gebildet hat. Das gelingt meist erst rund zwei Wochen nach der Ansteckung.
Fachlich: Meist ab dem 10. bis 14. Tag post infectionem möglich. Titer bleiben oft lange bestehen, daher taugen IFAT und ELISA nicht immer zur Therapiekontrolle. ELISA zeigt Antikörper über eine enzymatische Farbreaktion an (direkt: Farbe, kompetitiv: ausbleibende Farbe), IFAT über FITC-markierte Sekundärantikörper im Fluoreszenzmikroskop, CATT über sichtbare Agglutinate mit gefärbtem Antigen.
Antigennachweis (ELISA)
Ein Bluttest weist Bestandteile weiblicher Herzwürmer direkt nach, bei Hund und Katze.
Fachlich: Weist zirkulierendes Antigen weiblicher, fertiler Dirofilaria immitis bei Hund und Katze nach. Ein spezifischer und ein enzymgekoppelter Antikörper binden, Meerrettichperoxidase löst die Farbreaktion aus.
